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Ortsnachricht

Bebauungsplan "Unter Lau – Teil I, 4. Änderung"


Der Gemeinderat der Gemeinde Römerstein hat am 11.05.2017 in öffentlicher Sitzung aufgrund von § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen, für den Bereich "Unter Lau – Teil I, 4. Änderung" einen Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren nach § 13 BauGB aufzustellen.
Der Gemeinderat der Gemeinde Römerstein hat am 01.06.2017 in öffentlicher Sitzung den Bebauungsplanentwurf "Unter Lau – Teil I, 4. Änderung" gebilligt und beschlossen, diesen nach § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich auszulegen.
Der Änderungsbebauungsplan „Unter Lau – Teil I, 4. Änderung“ hat zum Ziel, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines Zimmereibetriebes im bestehenden Gewerbegebiet Unter Lau zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Festsetzungen in Bezug auf die Gebäudehöhen an die heutigen Anforderungen für Gewerbegebiete angepasst und für die unterschiedlichen Dachformen vereinheitlicht werden.
Die Gekeler Holzbau GmbH & Co. KG, Eigentümer des Flurstücks 1678/4, plant den Neubau einer Zimmerei-Abbundhalle mit Verwaltungsgebäude. Die für die Abbundhalle benötigte Traufhöhe beträgt aufgrund der zu integrierenden Krananlage hier 8,85 m und die Firsthöhe 11,50 m.
Im Bebauungsplan ist für das Gewerbegebiet sowie eingeschränkte Gewerbegebiet bei Satteldächern eine Traufhöhe von 6,0 m und eine Firsthöhe von 11,0 m ausgewiesen.
Im Zuge dieser Bebauungsplanänderung soll nun im Gewerbegebiet und eingeschränkten Gewerbegebiet des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Unter Lau – Teil I“ die maximalen Gebäudehöhen großzügiger gefasst und angepasst werden. Eine Abstufung der Gebäudehöhen in Richtung Außenbereich und bestehenden Wohngebieten soll hierbei einen harmonischen Übergang garantieren.
Aus städtebaulicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen die Anhebung der Traufhöhen bzw. Anhebung der maximalen Gebäudehöhen für die Dachformen Flachdach, Pultdach, Sheddach und Terrassendach, da die maximal zulässige Gebäudehöhe von 11,0 m, hier festgesetzt als Firsthöhe bei Satteldächern, nicht berührt wird. Zum Teil lassen sich im Bereich des Gewerbegebietes auch heute schon Gebäude mit einer höheren Gebäudehöhe finden, wie beispielsweise das Flachdachgebäude auf Flurstück 1669/4 mit einer maximalen Gebäudehöhe von 10,20 m im direkten Umfeld zum geplanten Bauvorhaben der Firma Gekeler.
Auch wird mit der Erhöhung der Gebäudehöhen den geänderten Nutzungsanforderungen an Gewerbegebäude entgegengekommen. Hierdurch wird eine Abwanderung von bereits ortsansässigen Gewerbebetrieben in das Umland verhindert.
Ebenfalls im Zuge dieser Bebauungsplanänderung soll die Bezugshöhe für das Flurstück 1678/4 von 745,5 m ü.NN. um 0,5 m auf 746,0 m ü.NN. angehoben werden. Zu begründen ist dies mit der überdurchschnittlichen Tiefe des Grundstückes im Vergleich zu den übrigen Grundstücken entlang der Straße „Unter Lau“ und dem hier vorhandenen steigenden Geländeverlauf in Richtung Nordwesten. Eine Erhöhung der Bezugshöhe um 0,5 m auf 746,0 m ist in Anbetracht der angrenzenden festgelegten Bezugshöhen von 744,5 im Nordosten und 747,0 m im Südwesten noch in einem „harmonischen Mittel“ zwischen diesen.
Auch sollen im Zuge dieser Bebauungsplanänderung die nicht mehr zeitgemäßen Festsetzungen überarbeitet und vereinfacht werden.
Es handelt sich bei dem Bebauungsplan um einen Bebauungsplan der Innenentwicklung, der im vereinfachten Verfahren gem. § 13 BauGB aufgestellt werden kann. Hierbei kann auf die frühzeitige Beteiligungsstufe sowie die Erstellung eines Umweltberichts verzichtet werden.
Für den Planbereich ist der Bebauungsplanentwurf der SI Beratende Ingenieure GmbH + Co. KG vom 01.06.2017 maßgebend. Er ist nachfolgend unmaßstäblich dargestellt.
Der Entwurf des Bebauungsplanes mit der Begründung liegt
vom 16.06.2017 bis einschließlich 17.07.2017
im Rathaus Böhringen, Albstraße 2
öffentlich aus und kann während der üblichen Dienstzeiten
Montag bis Freitag:      8.30 bis 11.30 Uhr
Dienstag:                    16.00 bis 18.30 Uhr
eingesehen werden.
Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen zum Bebauungsplan schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden.
Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben
(§ 4a Abs. 6 BauGB).
Auf die Rechtsfolge einer Stellungnahme für gerichtliche Normenkontroll-Verfahren gegen den Bebauungsplan wird hingewiesen: Ein Antrag auf Normenkontrolle ist unzulässig, wenn der Antragsteller nur Einwendungen geltend macht, die im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätte geltend gemacht werden können (§ 47 (2a) VwGO).
 
Römerstein, den 08.06.2017
gez. Matthias Winter
Bürgermeister


Unterlagen:

Begründung
Textteil
Lageplan
Lageplan mit Legende
Verfahrensvermerke
Legende