Römerstein

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Gewalt in stationären Pflegeeinrichtungen

In stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen kann es zu Gewalt gegen die Bewohnerinnen und Bewohner kommen. Mögliche Ursachen hierfür sind beispielsweise die Überlastung oder Überforderung des Pflegepersonals oder die Annahme der Verantwortlichen, dass es sich bei den Handlungen gar nicht um Gewalt handelt.

Mögliche Formen von Gewalt können sein:

  • Gewalt, die nicht aus einem aktiven Tun besteht, sondern durch die Unterlassung von Hilfestellung entsteht
  • Gewalt, die nicht nur auf körperlicher Ebene ausgeübt, sondern auch auf seelischer Ebene eingesetzt wird

Im Einzelfall können dies beispielsweise sein:

  • körperliche Gewaltanwendung (Schlagen, Stoßen oder Entzug von Gehstöcken, Prothesen usw)
  • sexualisierte Gewalt (Überschreiten der Schamgrenze, sexuelle Übergriffe)
  • verbale Gewalt (Beschimpfungen, Beleidigungen und Drohungen)
  • vorsätzliche Verabreichung nicht verordneter oder überdosierter Medikamente (z.B. Beruhigungsmittel oder Psychopharmaka)
  • Vorenthaltung von Nahrung
  • Freiheitsentzug (z.B. durch das fachlich nicht gerechtfertigte Anlegen von Bauchgurten und Bettgittern)
  • grob fahrlässige Durchführung oder das Unterlassen von pflegerischen und medizinischen Handlungen

Wenn Sie bei sich oder bei Angehörigen oder Bekannten derartige Formen von Gewalt feststellen, wenden Sie sich sofort an die Einrichtungsleitung, den Träger der Pflegeeinrichtung, die Pflegekasse, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, die Heimaufsichtsbehörde des Stadt- oder Landkreises oder an die Polizei.

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