Römerstein

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Streikrecht

Ein Streik ist eine planmässige gemeinschaftliche Arbeitsniederlegung einer größeren Anzahl von Beschäftigten, um bestimmten Forderungen gegenüber dem Arbeitgeber Nachdruck zu verleihen. Meist geht es um die Durchsetzung von tarifvertraglichen Regelungen wie Gehaltserhöhungen oder Arbeitskürzungen.

Der Streik ist das Arbeitskampfmittel auf Arbeitnehmerseite und durch Gewerkschaften organisiert. Auf den Streik kann der Arbeitgeber mit Aussperrung reagieren.

Die Rechtmässigkeit eines Streiks hat folgende Voraussetzungen:

  • Der Streik muss durch tariffähige Parteien geführt werden.
  • Die Friedenspflicht des gütligen Tarifvertrages muss erloschen sein.
  • Die Forderungen sind tarfivertraglich regelbar.
  • Alle anderen Verhandlungsmöglichkeiten wurden ausgeschöpft.
  • Der Arbeitskampf wird fair betrieben, d.h. z. B. keine Existenzvernichtung, Gewährleistung von Notdiensten, keine Behinderung von An- und Abtransporten, keine Behinderung von arbeitswilligen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Rechtswidrig sind:

  • wilde Streiks, die nicht durch eine Gewerkschaft geführt werden,
  • politische Streiks, die sich auf die Durchsetzung politischer Ziele richten und
  • Solidaritätsstreiks, zur Unterstützung anderer beschäftigter Personen in ihrem Arbeitskampf. Die Unterstützung eines in einem anderen Tarifgebiet geführten Hauptarbeitskampf durch eine Gewerkschaft ist zulässig, wenn er verhältnismässig ist.

Beamte, Richter und Soldaten dürfen sich an einem Streik nicht beteiligen.

Die Gewerkschaften zahlen an ihre streikenden Mitglieder ein Streikgeld als Ausgleich für die entfallende Vergütung während des Streiks. Beschäftigte, die trotz eines Streiks arbeiten, erhalten gelegentlich eine Streikbrecherprämie.

Auch wenn Sie kein Gewerkschaftsmitglied sind, Ihr Betrieb jedoch bestreikt wird, dürfen Sie am Streik teilnehmen. Einen Verdienstausfall erhalten Sie dann nicht.

Übergeordnete Lebenslage: Tarifverträge